Welche Lehren können wir daraus ziehen?
1. Einheitsansatz vermeiden: Maßnahmen auf spezifische Zielgruppen zuschneiden
2. Effektive Kommunikation ist wichtig, um Bedenken und Ängste im Zusammenhang mit Impfungen auszuräumen
3. Psychischer Stress wurde unterschätzt
Ist es gerecht, alle gleich zu behandeln?

Foto: HCHE
Wer fühlte sich am stärksten von Corona-Maßnahmen betroffen?
Als besonders hart erlebten die Corona-Maßnahmen junge Erwachsene der Altersgruppen 18-24 und 25-34, Familien mit Kindern sowie Personen, die sich sehr von Social-Media beeinflussen ließen.
Deutlich weniger hart empfanden es Erwachsene in den darüberliegenden Altersgruppen sowie Personen, die in die staatlichen Maßnahmen vertrauten.

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Subjektive Wahrnehmung der Corona-Maßnahmen
Je geringer der Wert (blaue Linien), desto wahrscheinlicher ist es, dass Personengruppen die Corona-Maßnahmen weniger drastisch empfanden als die Vergleichsgruppe.
Je höher der Wert (rote Linien), desto wahrscheinlicher ist es, dass Personengruppen die Corona-Maßnahmen drastischer empfanden als die Vergleichsgruppe.

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Vertiefung
"Public Perceptions Of COVID-19 Lockdown Policies In Europe: Socioeconomic Status And Trust Were Factors"; L. Falk, S. Neumann-Böhme, I. Sabat, J. Schreyögg, Health Affairs 2023
Wie veränderte sich die Impfbereitschaft während der Pandemie?

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Dynamische Entwicklung
Von 2020 bis 2022 untersuchte das HCHE gemeinsam mit Forscher:innen weiterer europäischer Universitäten die Sorgen, Einstellungen und Impfbereitschaft der Bevölkerungen. Im Rahmen des Projekts "European COvid Survey (ECOS)" wurden alle zwei Monate mehr als 7.000 Menschen in sieben europäischen Ländern befragt.

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Gründe gegen eine Impfung
Menschen entschieden sich gegen eine Impfung, weil sie Zweifel an der Sicherheit des Impfstoffs hatten. Zudem fühlten sich zahlreiche Befragte durch Politik und Gesellschaft unter Druck gesetzt. Ein weiterer häufiger Grund war die Ablehnung, den Profit globaler Impfstoffhersteller zu unterstützen.

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Denken Eltern anders, wenn es um Kinder geht?
In Deutschland waren nur 56 % der Eltern bereit, ihre Kinder impfen zu lassen, und auch nur, sofern der Impfstoff für das jeweilige Alter zugelassen war.
Langfristige Auswirkungen auf die psychische Gesundheit

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Psychologische Auswirkungen auf die Bevölkerung
Als Folge der Pandemie äußerten viele Menschen, dass sie Schwierigkeiten bei der sozialen Teilhabe hatten und unter psychischen Belastungen litten. 43% berichteten über weniger Kontakte und Freundschaften, 35% von mentalen Problemen. Besonders ausgeprägt war dies mit rund 50% innerhalb der Altersgruppe der 18-24-Jährigen.

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Pflegende Angehörige
– waren hauptsächlich für die Pflege und den Schutz ihrer älteren Verwandten und Freunde verantwortlich
– litten während der Pandemie unter einer schlechteren psychischen Gesundheit als Nicht-Pflegende
– erhielten während der Pandemie mehr soziale Unterstützung als Nicht-Pflegende

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Vertiefung
"Mental health, social integration and support of informal caregivers during the second wave of the COVID-19 pandemic: A population-based representative study from Germany"; L. Zwar, H.-H. König, A. Hajek, Archives of Gerontology and Geriatrics, 2023
Post-COVID-Forschung

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Long Covid kann jeden treffen
... auch wenn anfänglich nur leichte Symptome auftreten.
Was sich Patienten wünschen:
– eine multiprofessionelle Anlaufstelle
– die Integration des Krankheitsbildes ins Medizinstudium

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Projekt DiaMECO
DiaMECO (Diagnoselatenz bei ME/CFS und Post-COVID: Ursachen, Folgen und Verbesserungspotenziale) untersucht Einflüsse auf den Zeitraum zwischen Symptombeginn und Diagnosestellung bei ME/CFS und Post-COVID sowie Auswirkungen auf die Versorgungsqualität. Das Forschungsprojekt läuft bis 2027.

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Projekt StiMECO
Im Forschungsprojekt StiMECO geht es um das Thema Stigmatisierung von ME/CFS und Post-COVID und ihre Auswirkungen auf Qualität und Kosten der Gesundheitsversorgung. Es handelt sich um Ressortforschung zur Stärkung einer bedarfsgerechten Versorgung rund um die Langzeitfolgen von COVID-19.

