Einsparungen von Kosten bei gleicher oder sogar besserer Qualität ist möglich.
1. Durch ein besseres Patient:innenmanagement würden Notaufnahmen entlastet.
2. Mehr Operationen könnten in den ambulanten Bereich verlagert werden.
3. Der Zusammenschluss in größeren Verbünden würde Kapazitäten bündeln.
1. Eine Reform der Notfallversorgung könnte mittelfristig 4,5 Milliarden Euro jährlich einsparen

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Dafür müssen zwei wesentliche Maßnahmen ergriffen werden:
1. Verringerung der Zahl der stationären Patient:innen, bei denen eine ambulante Versorgung ausreichen würde (1,7 Millionen Fälle, entspricht 2,6 Milliarden Euro).
2. Einsparungen durch ein verbessertes Patient:innenmanagement im Rettungsdienst und durch Leitstellen (1,9 Milliarden Euro).

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Auf der Ausgabenseite:
• 1 Milliarde Euro Kosten für höhere Erstattungen bei 16 Millionen bestehenden und 1,7 Millionen zusätzlichen ambulanten Notfällen
• 1,8 Milliarden Euro Investitionskosten für 750 integrierte Notfallzentren
2. Wie lassen sich Krankenhäuser überzeugen mehr ambulant zu operieren?

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Verteilung von stationären und ambulanten OPs
Etwa 40 % aller möglichen ambulanten Eingriffe (gemäß der Definition im deutschen Recht) werden weiterhin stationär durchgeführt.

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Was kann die Politik unternehmen?
Wenn Krankenhäuser nicht von selbst mehr Operationen in den ambulanten Bereich verlagern, wie können politische Entscheidungsträger:innen dann Einfluss nehmen?

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Einblick von Expert:innen
Auf welcher Grundlage entscheiden politische Entscheidungsträger:innen, welche Eingriffe ambulant durchgeführt werden können?

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Ambulanter Index
Mithilfe dieses Modells können politische Entscheidungsträger und Krankenhausverwaltungen gezielte Strategien entwickeln, die Krankenhäuser dazu anregen die Bereitstellung von Gesundheitsdienstleistungen zu optimieren, unnötige stationäre Aufnahmen zu reduzieren und Ressourcen besser für notwendige stationäre Behandlungen einzusetzen.
3. Fusionen: Qualitätsbooster und Kostensenker?

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Zunahme von Fusionen erwartet
In Notfallsituationen wie Herzinfarkten ist es besonders wichtig, sich auf die Qualität des nächstgelegenen Krankenhauses verlassen zu können, da schnelles Handeln unerlässlich ist und keine Zeit bleibt, nach dem besten Krankenhaus zu suchen.

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Ändert sich die Qualität der Versorgung nach einer Fusion?
Was zu beobachten ist: Eine bessere Infrastruktur (z. B. Herzkatheterlabore) verbesserte die Qualität der Notfallversorgung, selbst bei gleichem Personalbestand. Bei anderen Eingriffen, wie z. B. Hüft- und Kniegelenkersatz, blieb die Versorgungsqualität konstant hoch und zeigte keine Verschlechterung.

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Fusionen als Chance begreifen
Diese Forschungsarbeit wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert (Fördernummer 556603662; Esra Eren Bayindir, Reinhard Busse und Jonas Schreyögg, leitende Forscher:innen).

