
Hausarztzentrierte Versorgung hat nur bedingte Steuerungswirkung
29. Mai 2026, von Hannes Rathjen

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Prof. Dr. J. Schreyögg und Thomas Ballast (TK)
Die Hausärztliche Versorgung (HzV) soll durch eine verbesserte Patientensteuerung die Versorgungsqualität der Teilnehmenden verbessern und dadurch Kosten einsparen. Nach HCHE-Analyse von Daten der Techniker Krankenkasse (TK) der in 13 Bundesländern geltenden Verträge mit den regionalen Hausarztverbänden zeigt sich, dass die HzV nur eine bedingte Steuerungswirkung aufweist. Unter anderem führt sie zu mehr Facharztkontakten, und die Zahl der Krankenhausaufenthalte ist durch die HzV-Teilnahme nicht zurückgegangen. Im Ergebnis steigen die Ausgaben im Vergleich zur Regelversorgung. Grundsätzlich zeigt sich: Mehr Verbindlichkeit in der Steuerung verbessert die Versorgung. Entsprechend lasse sich für den Aufbau des geplanten Primärversorgungssystems aus der Evaluation wichtige Erkenntnisse ziehen, zum Beispiel müsse auf eine stärkere Verbindlichkeit geachtet werden, so Prof. Dr. Jonas Schreyögg gestern beim TK-Pressegespräch zusammen mit TK-Vorstandsmitglied Thomas Ballast in Berlin.
