
„Wir bekommen nicht die Qualität, für die wir zahlen“Prof. Dr Iris Kesternich fordert beim vdek-„Gespräch am Wasser“ mutige Strukturreformen
26. Juni 2026, von Hannes Rathjen

Foto: vdek/Jörg Brekeller
„Weichenstellungen für die Gesundheit von morgen“ lautete die Veranstaltung, zu der die Landesvertretung Schleswig-Holstein des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) im Rahmen der diesjährigen „Gespräche am Wasser“ bei der Kieler Woche rund 80 Gäste aus Gesundheitswesen und Politik geladen hatte. Im Fokus standen die aktuellen gesundheitspolitischen Reformvorhaben in Bund und Land. Unter den Podiumsgästen war auch HCHE-Kernmitglied Prof. Dr. Iris Kesternich. Kesternich betonte, Deutschland habe eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt – aber beim medizinischen Outcome seien wir nicht vorn dabei. Sie kritisierte u. a. die unzureichende Patientensteuerung und die hohen Arzneimittelausgaben, die innerhalb von zehn Jahren um 74 Prozent gestiegen seien. Auch angesichts der alternden Bevölkerung und des Personalmangels stehe Deutschland an einem Punkt, wo weitemachen wie bisher keine Option mehr sei.
Alle Redner:innen waren sich einig, dass Reformen im Gesundheitswesen nötig sind. Bei der Bewertung der aktuellen Gesetze und Entwürfe gingen die Meinungen allerdings zum Teil weit auseinander, wie der vdek es in der Pressemitteilung zur Veranstaltung formulierte.
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des vdek sowie im Beitrag des Ärzteblatts.

