
Auftakt für die Evaluation des Modellvorhabens Genomsequenzierung
11. Februar 2026, von Hannes Rathjen

Foto: GKV-Spitzenverband
Mit dem Auftakt für die Evaluation des Modellvorhabens Genomsequenzierung nach § 64e SGB V wurde am 10. Februar 2026 beim GKV-Spitzenverband in Berlin der Startschuss für die Arbeit gegeben. Das Hamburg Center for Health Economics übernimmt gemeinsam mit der Medizinischen Universität Innsbruck und dem Universitätsspital Zürich die wissenschaftliche Begleitung des auf 5 Jahre Laufzeit angelegten Projekts – mit klarem Fokus auf patient:innenrelevanten Nutzen, verlässliche Prozesse und die Frage der dauerhaften Finanzierbarkeit.
Ins Leben gerufen wurde das Modellvorhaben zur umfassenden Diagnostik und Therapiefindung mittels Genomsequenzierung bei seltenen und bei onkologischen Erkrankungen durch das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) im Jahr 2021.
Die Evaluation umfasst eine Auswertung der Daten gemäß Anlage der Genomdatenverordnung zur Inanspruchnahme und dem Versorgungsprozess sowie zu Diagnosen, Therapieempfehlung und dem patient:innenrelevanten Nutzen. Es ist ebenfalls vorgesehen, kausale Analysen hinsichtlich Morbidität, Mortalität und Versorgungskosten auf Basis von GKV-Abrechnungsdaten durchzuführen. Es wird darüber hinaus eine Befragung von teilnehmenden Patient:innen geben, um einen Einblick in die Versorgungszufriedenheit und wahrgenommene Veränderung des Gesundheitszustandes zu erhalten.